Projekt
NettoNull
Linux-Workshops im Pilotquartier Binz / Alt-Wiedikon
- Status
- aktiv

Beschreibung
Im Gebiet Binz und Alt-Wiedikon erkundet die Stadt Zürich gemeinsam mit der Bevölkerung neue Wege, um Treibhausgasemissionen zu senken und Ressourcen effizienter zu nutzen. Bis 2031 entstehen im Pilotquartier NettoNull Lösungsansätze, die zeigen, wie eine lebenswerte und zukunftsfähige Quartierentwicklung gelingen kann. Wir sind mit einer Projektidee dabei.
Unser Vorschlag: monatliche Linux-Workshops
Wir schlagen vor, mindestens einmal monatlich einen Workshop im Pilotquartier anzubieten – offen für alle Bewohner*innen und Kleinbetriebe. Zwei Dinge stehen dabei im Zentrum:
- Workshop – Wir stellen verschiedenes aus der Linux-Welt vor und probieren so die ....
- Installation – wir installieren gemeinsam ein Linux-Betriebssystem auf dem eigenen Laptop oder Computer, den die Teilnehmenden mitbringen.
Dabei zeigen wir die Fülle der Linux-Welt: Es gibt nicht das eine Linux, sondern viele Distributionen mit unterschiedlichem Charakter. Wir stellen eine Auswahl vor und helfen, die passende zu finden – vom betagten Netbook bis zum KI-Rechner.
Warum ein Betriebssystem ein Klimathema ist
Obwohl die Hardware einwandfrei funktioniert und man damit noch schnell und gut arbeiten kann werden extrem viele Laptops und Computer entsorgt. Die häufigsten Gründe für einen Neukauf werden durch die Industrie geliefert. Schnellebigkeit wird aktive kultiviert: Microsoft liefert für die installierte Windows-Version keine Sicherheitsupdates mehr, und das Upgrade auf die neue Version – aktuell von Windows 10 auf 11 – wird für das bisherige Gerät nicht mehr unterstützt. Bei Apple ist es mit älteren Macs dasselbe.
Mit Linux lassen sich diese Geräte in der Regel weitere fünf bis zehn Jahre nutzen, mit aktuellen Versionen aller Programme und mit allen Sicherheitsupdates. Linux wird von Tausenden engagierter Menschen weltweit als freie Software weiterentwickelt, ist ohne Lizenzkosten nutzbar und heute in der Bedienung ebenbürtig zu Windows und macOS.
Die Rechnung dahinter ist einfach: Der grösste Teil des ökologischen Fussabdrucks eines Laptops entsteht bei der Produktion, nicht im Betrieb - Wer seinen Computer doppelt so lange nutzt, verteilt den Umwelteinfluss auf diese Zeit und verhindert so effektiv CO2-Austoss. Energie, Wasser, Treibhausgase und kostbare Rohstoffe werden gespart
Digitale Souveränität gibt es gratis dazu
Mit dem Umstieg lösen wir uns ausserdem aus der Abhängigkeit von einigen wenigen grossen Techkonzernen. Genau deshalb stellen in Europa immer mehr öffentliche Institutionen um: Dänemark, die Städte Kopenhagen und Aarhus, das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein oder die Stadt Lyon. Auch die Organisation und Informatik der Stadt Zürich plant ein Pilotprojekt mit Linux. Es liegt also nahe, diese Möglichkeit auch den Bewohner*innen und Kleinbetrieben im Pilotquartier zu eröffnen.
Nicht unser erster Workshop
Wir führen seit vielen Jahren regelmässig Linux-Workshops durch und haben dabei viel Erfahrung gesammelt: am zweimal jährlich stattfindenden internationalen Linux Presentation Day, an den Informatiktagen in Zürich, im Rahmen von «Zürich lernt» und bei uns im Haus. Wir haben bereits viele Menschen erfolgreich beim Umstieg unterstützt.
Mitmachen
Du wohnst oder arbeitest im Pilotquartier und möchtest deinen Rechner behalten, statt einen neuen zu kaufen? Dann melde dich bei uns – oder schau bei unseren Kursen vorbei. Wenn du deinen Rechner lieber gleich abgeben möchtest, übernehmen wir das auch als Reparatur oder Upgrade.

